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Merck schließt Übernahme von AZ Electronic Materials ab

Durch Zusammenschluss entsteht führender Anbieter von Lösungen im Premiumsegment von Hightech-Materialien und funktionalen Spezialchemikalien

02-Mai-2014 Analytische Chemie, Pharma Firmeneinkäufe

Darmstadt – Merck, ein führendes Unternehmen für hochwertige pharmazeutische und chemische Hightech-Produkte, hat heute den Abschluss der Übernahme von AZ Electronic Materials bekannt gegeben. Durch den Zusammenschluss entsteht ein führender Lösungsanbieter im Premiumsegment der Hightech-Materialen und funktionalen Spezialchemikalien.
 

Merck hatte sich im Dezember 2013 mit dem Board of Directors von AZ auf ein Barangebot in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro (rund 1,6 Milliarden Britische Pfund) geeinigt. Voraussetzung für den Abschluss waren das Erreichen der Mindestannahmequote von 75 Prozent sowie die kartellrechtlichen Freigaben in den USA, Japan, Taiwan, Deutschland und China. Mit 81,3 Prozent der Aktien im Besitz wird Merck nun den Prozess zum Delisting der AZ-Aktien von der Londoner Börse anstoßen, das für Anfang Juni erwartet wird. Merck strebt nach wie an, alle ausstehenden Aktien von AZ zu übernehmen und wird das Angebot an die AZ-Aktionäre daher bis auf Weiteres aufrecht erhalten.
„Der erfolgreiche Abschluss der AZ-Übernahme markiert einen wichtigen Meilenstein in unserem Transformations- und Wachstumsprogramm Fit für 2018“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Mit AZ können wir nicht nur unsere Stellung im asiatischen Wachstumsmarkt weiter ausbauen, sondern auch noch stärker als bisher von aufregenden weltweiten Megatrends im Elektronikbereich profitieren – von Smartphones bis zu modernsten Geräten im Bereich Computertechnik.“

Merck wird nun zügig mit der Integration von AZ und seinen weltweit rund 1.150 Mitarbeitern beginnen. Dabei sollen alle wichtigen Integrationsmaßnahmen bis Ende des Jahres 2014 vollzogen sein. Geoff Wild, der bisherige CEO von AZ Electronic Materials, wird im Unternehmen bleiben, um größtmögliche Kontinuität und eine reibungslose Integration in die Sparte Performance Materials zu gewährleisten. Für die Zeit der Integration wird AZ als eigenständige Geschäftseinheit neben den bestehenden Einheiten Liquid Crystals, Pigments & Cosmetics und Advanced Technologies unter der Leitung von Geoff Wild geführt, bis eine Entscheidung über die endgültige Struktur getroffen wurde.

“Gemeinsam haben wir die einmalige Gelegenheit, neue Maßstäbe in dem sich rasend schnell verändernden Elektronikmarkt zu setzen“, sagte Bernd Reckmann, CEO Chemicals bei Merck. „Unsere Kunden setzen stärker als jemals zuvor auf starke Partnerschaften und vertrauen auf unsere Fähigkeit, Produkte zu liefern, die die Geräte von morgen schneller, intelligenter und attraktiver machen. Bei Merck und AZ stimmt die Chemie und Erfolg ist programmiert – nicht nur geschäftlich, sondern auch und vor allem was die Zusammenarbeit unserer erstklassigen Teams angeht.“

“Merck und AZ sind sich sehr ähnlich, beide Unternehmen teilen dieselben Werte“, fügte Geoff Wild hinzu. „Ich bin absolut überzeugt davon, dass unsere beiden Unternehmen perfekt zusammenpassen. Motiviert durch die Bedürfnisse unserer Kunden werden unsere Teams Wachstumsbereiche der Zukunft erschließen. Unser klares Ziel ist, unsere Kunden und ihre Produkte noch besser zu machen.“

Mit einem Jahresumsatz von rund 730 Millionen US-Dollar (530 Millionen Euro) im Jahr 2013, ist AZ ein führender Anbieter von Hightech-Materialien mit Produktionsschwerpunkt in Asien, wo das Unternehmen fast 80 Prozent seiner Umsätze erzielt. Dabei erwirtschaftet AZ mehr als 80 Prozent seiner Umsätze mit Produkten, die in ihren jeweiligen Märkten führend sind. Die Produkte von AZ sind essentieller Bestandteil von integrierten Schaltkreisen, Flachbildschirmen und Leuchtdioden (LED). Somit ist AZ ein wichtiger Partner global führender Elektronikhersteller, da die chemischen Technologien des Unternehmens es ihnen ermöglichen, bestehende Prozesse zu verbessern und innovative neue Produkte zu entwickeln.

Die Kunden von Merck und AZ werden künftig von der Zusammenführung der Forschungs- und Entwicklungseinheiten und der gebündelten Innovationskraft der beiden Unternehmen profitieren. Gemeinsam werden die Unternehmen noch besser in der Lage sein, ein breites Portfolio von Hightech-Materialen und maßgeschneiderten Lösungen für eine hohe Anzahl von Anwendungen anzubieten.

Merck wird das AZ-Geschäft in den kommenden Wochen und Monaten einer detaillierten Analyse unterziehen und entscheiden, wie das Unternehmen am besten integriert werden kann. Gemischte Teams werden gemeinsam einen kunden- und marktorientierten Ansatz entwickeln, um Wachstum und Innovation zu fördern. Im Rahmen der Übernahmevereinbarung mit dem AZ-Board hatte Merck die vollumfängliche Sicherung bestehender Arbeits- und Pensionsverträge zugesagt.

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