Der Produktionsprozess eines Textils erfolgt in mehreren Schritten,die hier beschrieben werden:
1) Kardieren, Strecken, Kämmen, Spinnen und Schwingen
Der Rohstoff (Ballen sowohl aus Baumwoll- als auch aus synthetischen Fasern) werden den Pick-Up Maschinen (Öffnungsmaschinen) zugeführt, wo der Abfall oder die Verunreinigungen entfernt werden, zugleich werden die Ballen zerstückelt.
Anschließend gelangen sie in die Mühlen, wo das Rohmaterial gemischt und zu Rollen geformt wird.
Anschließend folgt der Kardier Prozess, der besteht in der Transformation der Textilfasern zu Strängen von etwa vier Zentimeter Durchmesser, die bis zu einer Länge von ca. 5.000 Meter gerollt werden. Während des Streckens werden diese Stränge sortiert, d. h.die langen Stränge werden von den kurzen oder gebrochenen getrennt. Die durch das Strecken entstandenen Strängewerden Walzenpressen zugeführt, welche das weiter Material pressen und strecken um ihm Volumen zu geben.
Im nächsten Schritt erfolgt das Kämmen in welchem die neuen Stränge gepresst und gereinigt werden. Sie haben nun einen kleineren Durchmesser und werden erneutgestreckt, vereinigt und gemeinsam zu einem Strang verdreht, ausgehend von 4 Einzelsträngen.
Im Re-Stretch mischen sich die aus dem Kamm-Prozess resultierenden Stränge, falls erforderlich (z. B. Baumwolle und Polyester), um eine neue Faser zu bilden. Auch hier erhält man dünnere Fasern durch ein erneutes Strecken.
Anschließend folgen die Stränge dem Verdreh- und Spann- Prozess, sie werden in „Kerzendochte“ verwandelt und auf Kunststoff- oder Metall-Spulen gewickelt. Dies mit dem Ziel, den „Dochten“ eine größere Widerstandsfähigkeit im Spinnprozess zu verleihen. Sie bekommen eine letzte Dehnung und Verdrehung; aus diesem Material erhält man den Faden, der auf Spulen gewickelt wird. Zum Abschluss wird der Faden einem Reinigungsprozess unterzogen durch die Eliminierung von: Dicken, schmutzigen, gebrochenen Fäden.
Die Rohstoffe, die in den oben genannten Prozessen verwendet wurden, sind unter anderem Natur- oder Kunst-Fasern, Mineralöle, Emulgierende und schäumende Präparate.
2) Spinnen und Weben
Beim Web-Prozess werden die Kettfäden mit Schussfäden zusammengehalten. Dies mit dem Ziel, die Fasern oder Garne in Stoffe umzuwandeln. Je nach gewünschtem Artikel werden das Design, der Faseranteil und die Gewebestruktur definiert.
Prozesse wie Aufrollen,Aufspulen, Zwirnen und Spinnen sind Vorbereitungsoperationen des Webens, die zahlreichen kurzen Fäden in eine kleinere Anzahl von kontinuierlichen Enden zu kombinieren.
Im Spinnprozess werden die Garnspulen anderen Spulen zum Weben weitergegeben. Dieser Prozess zielt darauf ab, auf einer Spule eine bestimmte Länge und Anzahl von Fäden zu vereinigen. Um zum Beispiel eine Kopse zu bekommen, montiert man ein Gatter, das im Durchschnitt 1.200 Fäden hat, dann wird der Titel angebracht, die Anzahl der Windungen werden gemessen, die Arbeitsspannung bestimmt und schlussendlich wird der erforderliche Arbeitsauftrag vervollständigt.
Wenn das Rohmaterial auf Webspulenin der Anlage ankommt,ist dieser Prozess nicht notwendig. In diesem Prozess werden im Allgemeinen für Feuchtigkeit und Temperatur angemessene Bedingungen aufrechterhalten. Als Grundlage wird Wasserdampf genommen. Diese Daten werden nach den Vorgaben der Produktion der einzelnen Gewebe kontrolliert.
DieGewebeherstellung ist ein kontinuierlicher Prozess, den man in zwei Kategorien unterteilen kann: Webereigewebeund Strickgewebe.
Webereigewebe
Bei der Webereigewebe Herstellung führt der Schütze, der die Garnspule mit dem behandelten Garn trägt, das Material dem Webstuhl mit gespanntem Kettenfaden zu. Die Fäden sind geführt durch Löcher in den Litzen im Rahmen der Bespannung und sind in zwei Sätze von Fäden getrennt.
Ein Satz geht durch die Bespannung mit seinen geraden Litzen und der andere Satz durch die ungeraden, so dass die Separation der Bespannung mit seinen Litzen im Blatt der Garnspule eine Öffnung schafft. Diese Öffnung wird „das Fach“ genannt. Andererseits platziert sich dieGarnspule des Schussfadens innerhalb des Schützen und löst,wärend der abwechselnden Bewegung des Fachs von einer Seite auf die andere des Webstuhls, Faden ab.