Moskau, Ludwigshafen – Die BASF hat heute ihre erste Produktionsanlage für Betonzusatzmittel in Russland eröffnet. Mit der neuen Anlage am bestehenden BASF-Standort im Bezirk Podolsk, Großraum Moskau, wird das Unternehmen künftig Kunden der russischen Bauindustrie mit einer breiten Produktpalette an Hochleistungs-Betonzusatzmitteln bedienen.
„Russland ist ein hoch attraktiver Markt für unser Geschäft. Wir rechnen mit einem jährlichen Wachstum der russischen Bauwirtschaft von gut sieben Prozent in den kommenden drei Jahren. Mit unserer Investition in eine lokale Produktionsanlage für hochwertige Betonzusatzmittel können wir unsere Kunden in Russland flexibler und effizienter unterstützen“, sagt Dr. Tilman Krauch, Leiter des Unternehmensbereiches Construction Chemicals der BASF.
Nach Schätzungen der BASF umfasst der russische Markt für Betonzusatzmittel rund 140 Millionen Euro jährlich. In Podolsk stellt BASF 30 Arten von Betonzusatzmitteln her, darunter auch Produkte der neuesten Generation auf Basis der Polycarboxylat-Ether-Technologie (PCE). Dazu gehören Glenium® Hochleistungsfließmittel, welche die Fließfähigkeit frischen Betons und gleichzeitig die Druckfestigkeit und Langlebigkeit der endgültigen Betonstrukturen verbessern, während Rheomatrix®-Zusatzmittel Beton selbstverdichtende Eigenschaften geben.
Bislang hat BASF den russischen Markt mit Betonzusatzmitteln aus seinen anderen Produktionsstandorten beliefert. Dank der Produktion vor Ort wird BASF besondere Anforderungen der Branche in Russland künftig besser unterstützen können. Experten des Unternehmens werden die Zusammensetzung der Zusatzmittel individuell auf die Qualität des heimischen Zements und anderer Betonrohstoffe sowie auf besondere klimatische Bedingungen ausrichten können.
Die Formulierung der Betonzusatzmittel wird außerdem speziell auf ihren Einsatzbereich abgestimmt, beispielsweise in Fertigbeton, Betonfertigteilen und Betonwaren (wie Pflastersteine) sowie in Beton für Straßenbeläge. Die Qualität der Admixture-Produkte wird durch ein eigenes Labor sichergestellt, das vor Ort die Rohstoffe und die die fertigen Produkte prüft. Darüber hinaus bietet ein Trainings- und Informationszentrum Raum für Informationsveranstaltungen und Workshops für Kunden und Partner des Unternehmens.
Steigende Nachfrage
„Russische Bauunternehmen verlangen immer häufiger nach Hochleistungsbeton, um Projekte in den sehr unterschiedlichen Klimazonen des Landes von Kaliningrad bis Wladiwostok umzusetzen. Daher steigt auch die Nachfrage nach Betonzusatzmittel der BASF. Das ist eine ideale Basis für eine eigene Produktionsstätte in Russland“, sagt Sergej Wetlow, Geschäftsführer der OOO BASF Stroitelnye Sistemy, ein Tochterunternehmen der BASF-Bauchemiesparte in Russland.
Neueste Anlagen und die hohen Standards der BASF gewährleisten höchstes Niveau an Produktions- und Arbeitssicherheit sowie an Umweltschutz. BASF ist seit rund zehn Jahren mit bauchemischen Produkten und Dienstleistungen auf dem russischen Markt tätig. Zu den großen Bauprojekten, die in Russland mit Hilfe von Erzeugnissen von BASF Construction Chemicals umgesetzt wurden und werden, gehören unter anderem Sportanlagen in Sochi, umfassende Infrastrukturprojekte in Wladiwostok sowie Metallhütten-Komplexe im Ural.
Weitere BASF-Unternehmen in Russland: Elastokam, LLC, ist ein Joint-Venture der BASF-Tochter Elastogran GmbH und Nischnikamskneftekhim, OJSC, für Polyurethan-basierte Produktsysteme. Die Fertigungsanlage der BASF Coatings AG Niederlassung (vertreten von BASF Wostok LLC) in Pawlowski Posad stellt Industrie- und Fahrzeuglacke her.
Über BASF
BASF ist das weltweit führende Chemieunternehmen: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftliche Verantwortung und den Schutz der Umwelt. Mit Forschung und Innovation helfen wir unseren Kunden in nahezu allen Branchen heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Systemlösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, gesunde Ernährung und Nahrungsmittel zu sichern sowie die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2011 einen Umsatz von rund 73,5 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 111.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.
Über den Unternehmensbereich Construction Chemicals
Der Unternehmensbereich Construction Chemicals ist der führende Anbieter chemischer Systeme und Formulierungen für Kunden aus der Bauindustrie. Durch kontinuierliche Innovation sowie maßgeschneiderte Lösungen hilft der Bereich seinen Kunden erfolgreicher zu sein. Die Geschäftseinheit Admixture Systems unterstützt im Besonderen die Kunden in der Transportbeton-, Fertigteil- und Betonwarenindustrie sowie im Tunnel- und Bergbau. Die Geschäftseinheit Construction Systems bietet Produkte in den Bereichen Sport- und Industrieböden, Wärmedämmverbundsysteme, Fassadensysteme, Dehnfugen, Holzschutzmittel und insbesondere Ausbauprodukte wie etwa Mörtel, Reparaturmörtel, Fliesenkleber oder Abdichtungssysteme. Der Unternehmensbereich betreibt Produktions-Standorte und Vertriebszentren in über 60 Ländern und erzielte im Jahr 2011 mit rund 7.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.
