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LANXESS baut neue Anlage für Hightech-Kunststoffe in Belgien

LANXESS baut neue Anlage für Hightech-Kunststoffe in Belgien

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Kunststoff
© Getty Images
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LANXESS baut neue Anlage für Hightech-Kunststoffe in Belgien

  • Investition von 75 Millionen Euro für neue Polymerisations-Anlage in Antwerpen
  • Fertigstellung für das erste Quartal 2014 geplant
  • Jahreskapazität von 90.000 Tonnen Polyamid

 

Antwerpen/Leverkusen - Der Spezialchemie-Konzern LANXESS investiert 75 Millionen Euro in den Bau einer neuen Anlage für Hightech-Kunststoffe in Antwerpen. Die World-Scale-Anlage für Polyamid-Kunststoffe ist für eine Jahreskapazität von rund 90.000 Tonnen ausgelegt und soll im ersten Quartal 2014 planmäßig in Betrieb genommen werden.

„Diese Investition ist ein weiterer Meilenstein auf unserem globalen Wachstumskurs und ein deutliches Bekenntnis zum Standort Antwerpen. Hightech-Kunststoffe spielen eine zentrale Rolle für unsere weltweite Strategie. Unsere Wachstumspläne sind auf Innovationen und Technologien ausgerichtet, die die globalen Megatrends bedienen. Dabei stehen besonders Lösungen für nachhaltige Mobilität im Fokus“, sagte Axel C. Heitmann, Vorsitzender des Vorstands der LANXESS AG, anlässlich der Grundsteinlegung für die neue Polyamid-Anlage. Die globale Nachfrage nach Hightech-Kunststoffen wird bis 2020 jedes Jahr voraussichtlich um fünf bis sechs Prozent steigen. Vor allem die Automobilindustrie ist ein starker Wachstumstreiber für LANXESS-Kunststoffe.

Antwerpen ist Herzstück der LANXESS-Kunststoffproduktion

Die neue Anlage zur Polymerisierung von Hightech-Kunststoffen entsteht in unmittelbarer Nähe zur Caprolactam-Anlage, die LANXESS in Antwerpen betreibt. Caprolactam ist das zentrale Vorprodukt für die Kunststoff-Herstellung bei LANXESS. „Durch diesen neuen Anlagenverbund können wir künftig von Antwerpen aus unser globales Netzwerk von Compoundier-Betrieben mit Polyamid-Kunststoffen bedienen. Damit wird Antwerpen mehr denn je das Herzstück unseres weltweiten Geschäfts“, sagte Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM) bei LANXESS. Die gesamte Menge der bei LANXESS in Antwerpen hergestellten Kunststoffe wird im weltweiten Netzwerk von LANXESS-Compoundier-Anlagen zu den finalen Produkten der Marke Durethan weiterverarbeitet. Dabei werden die Kunststoffe unter anderem mit Glasfasern verstärkt, um deren Eigenschaften weiter zu verbessern und an kundenspezifische Anforderungen anzupassen. Die dazu benötigten Glasfasern werden ebenfalls in einer LANXESS-Anlage in Antwerpen produziert.

LANXESS bedient den Leichtbau-Trend der Automobilindustrie

Die Automobilindustrie ist der größte Kunde für den Geschäftsbereich HPM. Die hochinnovativen Materialien von LANXESS ermöglichen die Konstruktion leichterer Kunststoffteile, die Metallteile in Kraftfahrzeugen ersetzen und so zur Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen beitragen. Je nach Bauteil kann durch die Leichtbauweise eine Gewichtseinsparung zwischen zehn und 50 Prozent erzielt werden. LANXESS-Kunststoffe werden beispielsweise in Motoranwendungen, Türstrukturen, Pedalen, Frontends und Cockpitquerträgern eingesetzt. Darüber hinaus bringen die Materialien den Autoherstellern und Zulieferern erhebliche Einsparungen bei der Produktion und einfachere Montage. Ein weiteres Anwendungsfeld für die Hightech-Kunststoffe von LANXESS sind die Produkte der Elektro- und Elektronikindustrie.

Ausbau des weltweiten Produktionsnetzwerks

LANXESS baut sein globales Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe deutlich aus. Weitere neue Anlagen entstehen derzeit in Gastonia/USA sowie im brasilianischen Porto Feliz. Im Januar 2012 hat der Konzern bereits eine neue Produktionsanlage im indischen Jhagadia in Betrieb genommen sowie in den vergangenen Monaten die Kapazität seiner bestehenden Anlage im deutschen Hamm-Uentrop verdoppelt. In 2011 hatte LANXESS die Erweiterung der Produktion von Caprolactam in Antwerpen abgeschlossen. Durch die Erweiterung ist die jährliche Produktionskapazität für Caprolactam von 200.000 Tonnen um zehn Prozent gestiegen. Auch in sein Glasfaser-Werk im Antwerpener Hafen investiert LANXESS. Derzeit wird dort ein Schmelzofen erneuert, der zweite folgt im Frühjahr 2013. Die jährliche Produktionskapazität für Glasfasern von aktuell rund 60.000 Tonnen wird um zehn Prozent erweitert.

Insgesamt hat LANXESS in den vergangenen 24 Monaten 185 Millionen Euro in sein weltweites Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe investiert. Davon allein 125 Millionen in seine Werke in Antwerpen – einschließlich der neuen Kunststoff-Anlage.

Der Geschäftsbereich High Performance Materials gehört zum Segment Performance Polymers, das im Geschäftsjahr 2011 einen Gesamtumsatz von 5,1 Mrd. Euro erzielte. HPM beschäftigt weltweit rund 1.500 Mitarbeiter und betreibt Produktionsstätten in Belgien (Antwerpen), Deutschland (Krefeld-Uerdingen und Hamm-Uentrop (JV)), China (Wuxi) und Indien (Jhagadia).

 

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