Die Bell-Gruppe befindet sich trotz dem rauen Marktklima auf Wachstumskurs. Die umgesetzte Warenmenge nahm um 0,6% zu und erreichte CHF 1,28 Milliarden. Die zwei betriebswirtschaftlichen Kennzahlen EBITDA und EBIT konnten vergrößert werden, dadurch wuchs der Gewinn im ersten Halbjahr um CHF 3,4 Millionen oder 13,6 Prozent auf CHF 27,9 Millionen.
In einem rauen Marktklima mit europaweit schrumpfenden Märkten befindet sich die Bell-Gruppe trotz allem in einer guten Geschäftslage. Mit 105‘707 Tonnen hat sich das Verkaufsvolumen etwas reduziert, die Gesamtheit aller Warenverkäufe erhöhte sich jedoch um 0,6% und erreichte CHF 1,28 Milliarden. Der Bruttogewinn beträgt mit CHF 411,7 Millionen ca. CHF 13 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Dadurch konnte die betriebswirtschaftliche Kennzahl EBITDA im operativen Resultat verbessert werden. Der Unternehmensgewinn verbesserte sich im gleichen Zeitabschnitt um 13,6% und betrug CHF 27,9 Millionen.
Bell Schweiz ist sehr stark im zweitem Quartal
Das Verkaufsvolumen erlitt eine Reduktion von 1,4% im Bezug zum Vorjahr und erreichte 60‘600 Tonnen. Im zweiten Quartal verbesserte sich das Ergebnis bedeutend gegenüber dem ersten Quartal. Dies wegen späteren Osterfest und einem klimatischbedingten guten Start in die Grillsaison. Die erhöhten Preise der Rohstoffe sowie die Preiserhöhungen vom Jahre 2013 führten zu einer Warenumsatz-Steigerung von 2,6%. Bell rechnet damit, dass sich die Preise für Rindfleisch in der zweiten Jahreshälfte weiterhin auf hohem Niveau bewegen werden. Für die Schweinefleisch-Preise wird dagegen mit Preissenkungen in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Ein komplexes Programm zur Optimierung der Prozesse soll 2015 die ersten Resultate erbringen. Der Bau der Neuanlage in Cheseaux entwickelt sich nach Programm und die Fabrikation wird in den ersten Monaten von 2015 gestartet.
Bell Deutschland entwickelt sich positiv auf einem komplexen Markt
Die Entwicklung bei Bell Deutschland verlief deutlich positiver als beim Gesamtmarkt. Dieser reduzierte sich in den ersten sechs Monaten um etwa 5%. Das Verkaufsvolumen war mit 31‘650 Tonnen etwas geringer als im Vorjahr. Es sei zu erwähnen, dass Bell Deutschland im Bereich Rohschinken ein Umsatz- und Absatzwachstum erzielen konnte. Dafür ausschlaggebend waren die Verkaufszunahmen bei mediterranen Rohschinken, zum Beispiel beim spanischen Serrano Schinken. Im Sortiment Convenience und Wurst wurde mit der internen Bereinigung des Sortiments weitergefahren.
Bell Osteuropa zeigt ungleiche Geschäftsentwicklungen
Bell Osteuropa/Benelux konnten ungleiche Geschäftsentwicklungen beobachtet werden. Bell Polen steigerte das Verkaufsvolumen um zusätzliche 5%, dies im Vergleich zum Vorjahr. Die Fabrikationsbetriebe in Polen laufen an der Obergrenze ihrer Kapazitäten und eine Produktionssteigerung ist mit der bestehenden Infrastruktur nicht möglich. Daher hat der Verwaltungsrat beschlossen die installierten Kapazitäten zu erhöhen, um sie dem polnischen Markt mit steigernder Nachfrage anzupassen. Bell Ungarn steckt in einer problematischeren Lage, da reduzierte sich das Verkaufsvolumen in den ersten sechs Monaten um 4,4% im Vergleich zum Vorjahr.
Bell Frankreich: Verlangsamung wegen hoher Rohstoffpreise
In Frankreich reduzierten sich das Verkaufsvolumen um 5,5% oder 350 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Es muss jedoch angemerkt werden, dass in den vergangenen Jahren ein beträchtliches Wachstum stattfand, oft unter Gewinnreduktion. Umsatzschwache Produkte wurden aus dem Angebot entfernt und das wiederum reflektierte sich im Rückgang des Verkaufsvolumens. Es wurde auch die Kommerzialisierung der Marke «Môssieur Polette» gefördert.