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Solvay-Werk Rheinberg: Kalkofen für 1,5 Millionen Euro modernisiert

Für rund 1,5 Millionen Euro hat Solvay in Rheinberg einen der sechs Kalköfen der Soda-Fabrik modernisiert

31-Mär-2014 Industrielle Instandhaltung Neue Werke und Investitionen
 
Für rund 1,5 Millionen Euro hat Solvay in Rheinberg einen der sechs Kalköfen der Soda-Fabrik modernisiert. Zwölf Monate dauerten die Arbeiten, um die mehrschichtige Ausmauerung zu erneuern und die automatische Beschickung sowie die Entleerung zu modernisieren. Da in einem Kalkofen Temperaturen von bis zu 1.300 Grad Celsius herrschen, wird in der Regel nach 15 Jahren Dauerbetrieb ein neues Mauerwerk notwendig. Ab dem 1. April nimmt Solvay diesen Ofen wieder in Betrieb.
 
„Durch das Anheizen des Ofens kann es im näheren Umfeld der Soda-Fabrik zu Belästigungen durch Rauch oder Geruch kommen. Wir bitten, dies zu entschuldigen“, so Dr. Wilfried Kleiböhmer, Leiter Umweltschutz bei Solvay in Rheinberg. „Beim ersten Anfeuern werden Holz und Koks eingesetzt. Die entstehenden Abgase werden, in Absprache mit den Behörden, in 30 Metern Höhe und nur für kurze Zeit abgegeben.“ Sobald der Kalkofen seine Betriebstemperatur erreicht hat, wird das gewonnene COzur Soda-Produktion verwendet.
 
In den Kalköfen brennt Solvay Kalkstein zusammen mit Koks und Anthrazit. Dabei entstehen Branntkalk und CO– beides wird als Ausgangsstoff für die Soda-Produktion benötigt. Gelöschter Branntkalk wird als Kalkmilch zur Abwasseraufbereitung und zur Rückgewinnung von Ammoniak im Soda-Produktionsprozess eingesetzt. Soda ist ein wichtiger Grundstoff, der für die Herstellung von Glas sowie Wasch- und Reinigungsmitteln benötigt wird.

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