Als Dieter Schnittjer vom VDBUM erstmalig im Dialog mit den Repräsentanten der ausstellenden Händler Christophel und Kölsch die im Betrieb vorgesteilten Sieb-, Brech- und Sichtungsanlagen vorstellte, betraten die Beteiligten förmlich historisches IFAT-Neuland. Unter Live-Bedingungen erhielten die Fachbesucher Praxisinformationen im laufenden Arbeitsbetrieb.
Christophel und Kölsch präsentierten in München ein schlagkräftiges Maschinendoppel: Der kompakten Grobstücksiebanlage Portafill 5000 wurde hoch verunreinigter Ziegelschutt direkt aus dem 4 m3 großen Aufgabetrichter abgezogen und dem Sieb zugeführt. Sauber fraktionierte die 1,22 m breite und 2,2 m lange Doppeldeckersiebmaschine bis zu drei Fraktionen. Per Knopfdruck kann das Mittelkornband entfernt und der Platz vom Überkornband eingenommen werden. Christophel und Kölsch zeigten die Maschinen so im Eindeckerbetrieb und ließen das Mittel- und Überkorn gleichermaßen über das 1000 mm breite Überkornband austragen. Das Aufgabeband des nachgeschalteten Air-Crawler 1600 entzerrte die verunreinigte Grobfraktion und schaffte die Voraussetzung für eine erfolgreiche Sichtung. Über die Bandverschiebung in x- und y-Richtung, bezogen auf die Sichtertrommel und die Luftstromsteuerung werden Übergabepunkt und Intensität für beste Sichtungsergebnisse im laufenden Betrieb eingestellt.
Kleine Holzstücke werden sicher über die Sichterwalze ausgetragen. Für Bretter und Kanthölzer reicht der Luftstrom nicht aus. Die Luftmenge ist so gewählt, dass größere, schwerere Holzstücke gegen die Walze gedrückt und, von der Walzenrotation mitgenommen, auf das Leichtstoffband gelangen. Kubischer Ziegelschutt prallt von der Walze ab und folgt der Schwerkraft auf das Mineralikband.